Schmerzfrei Laufen

Pure Lebensfreude beim Laufen gewinnen!

ChiRunning für alle die es kennen lernen wollen (Teil 3).

Liebe Lauffreunde,

Nachdem wir die Haltung, die eine wesentliche Voraussetzung für das Laufen darstellt, kennen gelernt haben, möchte ich euch in diesem Teil ein erstes Element zur Energiegewinnung, durch das vorwärts Lehnen, vorstellen, das euch helfen wird, den Körper aus der Ruhe im Stehen in Bewegung zu setzen und auch weiter in Bewegung zu halten.

In Ruhe wirkt euer eigenes Gewicht als Kraft, die euch quasi am Platz festhält. Je besser ausgerichtet und balanciert wir dabei stehen, desto weniger Muskelkraft ist nötig, in diesem Stand zu verharren. Schon als Kleinkind haben wir die Schwerkraft, die durch das Gewicht unseres Körper als Gegenkraft erzeugt wird, beim ersten Schrittversuch kennen gelernt. Meist wurde dieser erste Schrittversuch damals kläglich mit dem Umfallen beendet, bis wir lernten, den Fall koordiniert aufzufangen um letztendlich ein oder den anderen stabilen Schritt umsetzen zu können.

Diese grundsätzliche Erkenntnis wollen wir uns auch heute, aber wirklich richtig, bewusst machen.

Als Erwachsener führen wir den ersten Schritt meist durch 100% Muskeleinsatz durch, was bei näherem Betracht völlig unnötig erscheint. Alles was wir wirklich nur tun müssen ist, uns nach vorne ganz leicht aus der stabilen Balance zu bringen, um den uns seit unser Kindheit eintrainierten Schrittreflex (zur Absicherung vom Hinfallen) auszulösen.

Diese einmal erzeugte minimale nach vorn gerichtete Neigung ist demnach völlig ausreichend, den eigenen Körper stetig in einer "kontrollierten" Fall-Situation zu halten, die mit dem jeweilig nach vorne gerichteten Bein stabil abgefangen wird. Alle Muskelarbeit der Beine beschränkt sich dabei nur darauf, diese einmal eingeleitete Fallbewegung nicht zu heftig und damit gut beherrschbar zu gestallten.

Wir kontrollieren also mit dieser Neigung nach vorne, Art und Heftigkeit unserer Vorwärtsbewegung. Im ChiRunning sprechen wir hier von unseren "Gängen", gleichsam einer körpereigenen Schaltung, die wir nach belieben und ja nach Anforderung nützen, schneller oder auch langsamer "Hinzufallen".

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Die Dosierung, also die einzelnen Gänge, richten sich nach dem Neigungswinkel, das heisst wie viel Körpereigengewicht der Erdanziehung zum Angriff geboten wird oder nicht.

Der erste Gang ergibt sich jetzt aus einer winzigen Neigung von knapp 2.5 cm. Wir leiten diese, das sei hier noch einmal ausdrücklich betont, immer mit perfekter Ausrichtung (siehe die bereits früher besprochenen 3 Haltungspunkte) und ausschliesslich aus unserem Fussgelenk heraus ein.

Das heisst aber auch ganz klar, dass wir auf keinen Fall nur mit dem Oberkörper oder der Hüfte lehnen, um dann vielleicht als gekrümmtes "Häkchen" oder mit "Hohlkreuz" in Bewegung zu kommen. In beiden Fällen werden wir kaum länger als ein paar Minuten, ohne grösseren zusätzlichen Muskelaufwand, in Bewegung bleiben könne.

Dies Lässt sich ausgezeichnet an jeder Wand üben. Wir stellen uns dazu etwa eine Fusslänge weit von der Wand hin und richten uns nach den Vorgaben in Teil 1 und 2 perfekt aus. Jetzt konzentrieren wir uns ganz auf unsere Knöchel und lehnen uns so ausgerichtet gegen die Wand. Man kann den Vorgang sehr sanft gestallten, in dem sich mit beiden Händen auffängt.

Verlagert man das Körpergewicht in der perfekten Haltung von einem Bein auf das andere und führt so das Lehnen gegen die Wand durch, simuliert man letztendlich das Laufen bei jedem einzelnen Schritt.

Wir registrieren dabei als wichtigste Erkenntnis das Körpergefühl, das durch die leichte Neigung und die dabei entstehenden Kräfte auf die Fussballen entsteht. Dies Kräfte werden dann später durch die entgegenkommende Strasse, nach hinten abgeleitet.

Es ist also nur eine sehr minimaler Muskeleinsatz der Beine notwendig um richtig vorwärts zu kommen.


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Ein ausgeglichenes Balance-Gefühl (oben nach vorne und unten nach hinten) in dieser leichten Schräglage demonstriert uns bereits jetzt in der Trockenübung den Zug der Schwerkraft und den Druck des Untergrunds, die uns in Zukunft helfen werden uns fortzubewegen. Wie immer versuchen wir dies natürlich so entspannt wie nur möglich zu erleben.

Später werden werde ich euch noch die einzelnen Gänge erklären und vor allem wie ihr sie zur Kontrolle eurer Geschwindigkeit gezielt einsetzen könnt.

In der nächsten Folge meines Blogs geht es um die Beinarbeit, die uns die nötige Stabilität und Entspannung beim Laufen ermöglichen wird.

Bis bald, und viel Spass beim Laufen.

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ChiRunning für alle die es kennen lernen wollen (Teil 2).

Liebe Lauffreunde,

Im 2. Teil werden wir uns intensiv mit dem Oberkörper und unserer Körpermitte befassen und dann die einzelnen Teile zur gesamten Haltung zusammenfügen und einnehmen.
Nach dem ersten ChiRunning Prinzip der "Nadel in der Watte" ist die Ausrichtung des Oberkörpers ein weiterer wichtiger Bestandteil, um wirklich locker laufen zu können und hilft damit allen Verspannungen in Nacken, Schultern und dem Rücken vorzubeugen. Nicht zu letzt sind Fehlstellungen und muskulöse Verspannungen oft Auslöser für Beschwerden der unteren und oberen Wirbelsäule, die gerade durch das Laufen noch verschlimmert werden können.

2. Optimale Haltung des Oberkörpers und des Kopfs

Stelle dir vor, dein Oberkörper mit dem Kopf bildet eine Säule die durch eine innere Nadel gehalten wird.
Wir richten diese Nadel (Metapher für die Wirbelsäule) senkrecht so aus, dass der Mittelpunkt des oberen Hinterkopfs zur höchsten Stelle unserer gesamten Körperstatur wird.
Mit dem Punkt auf dem Hinterkopf ist der Punkt gemeint, auf dem ein Krönchen so sichtbar und gerade gesetzt werden könnte, sodass es unter keinen Umständen herunterfallen kann.

Zur Durchführung, legen wir eine Hand flach auf unseren Bauch und streichen mit der anderen Hand, mit leichtem Druck vom Nacken her aufwärts, über den Hinterkopf, als ob wir unseren Nacken nach oben hin straffen wollten. Dabei sollte sich dein Kinn deutlich nach innen bewegen und dein Blick gerade nach vorne ausrichten.

Du machst es richtig, wenn Du einen leichten Zug nach oben, zum höchsten Punkt deines Kopfes hin, verspürst.
Schau dabei einfach seitlich in einen Spiegel und stelle sicher, dass das sichtbare Ohr mit der Mitte der Schulter und der Mitte der seitlich betrachteten Brust, eine imaginäre gerade Linie bildet.

Versuche die Schultern immer so tief und entspannt wie möglich zu halten.
Du kannst übrigens diese Übung in allen Situationen deines Alltags durchführen. Sie wird dir auch im Sitzen zu einer ausgeglichen, geraden und entspannten Haltung verhelfen.

3. Ausrichtung deines Beckens

Rufe dir den Punkt 1, aus dem letzten Blog, in Erinnerung und stelle dich genau so hin. Vergiss nicht deine Knie immer etwas leicht abzuwinkeln, da durchgedrückte Knie den jeweiligen Meniskus durch dein ganzes Körpergewicht sehr stark komprimieren und mithin in seiner dämpfenden und gleitenden Wirkung stark beeinträchtigen würden.
Wenn du jetzt so bequem stehst, versuche den Oberkörper nach Punkt 2 (oben) aufzurichten und lasse die Schultern entspannt und gleichmässig tief hängen.

Lenke nun die ganze Konzentration auf die Mitte Deines Körpers. Lege die eine Hand, mit dem Handrücken nach innen, an das Steissbein (unteres Ende der Wirbelsäule) und die andere Hand mit der Innenfläche so auf den Bauch, dass der Daumen in deinem Nabel zu liegen kommt. Du solltest jetzt dein Becken zwischen beiden Händen fühlen. Versuche das gesamte Becken durch leichten Zug der "Bauch-Hand" nach oben zu kippen. Stelle dich dabei am besten vor einen Spiegel und beobachte, wie weit du das Becken kippen muss, bis es waagerecht zum Oberkörper positioniert ist. Stelle dir vor, dein Oberkörper wäre eine Statue, die am besten auf einer absolut waagerechten Platform stehen kann.

Versuche diesen Kippvorgang durch die untere Beckenmuskulatur zu unterstützen, sodass du auch später, ganz ohne die Hilfe der Hände, diese waagerechte Position des Beckens erreichen und auf die Dauer halten kannst. Die Oberschenkel sowie die beiden Gesässmuskel, bleiben dabei immer völlig entspannt.

Vernachlässige bitte beim Ausrichten der Körpermitte nicht die gute Bein und Fußstellung sowie die vorher eingenommene, gerade Haltung, deines Oberkörpers.

Hier hilft immer der Blick in den Spiegel. Alles ist richtig ausgerichtet, wenn man eine gedachte gerade Linie vom Ohr, über die Mitte der Schulter, zur Mitte der Hüfte und bis hinunter zum Knöchel, ziehen kann.

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Bei vielen Menschen führt das "aktuelle" Körpergefühl dazu, das Becken zu weit nach vorne zu halten, sodass ein leichtes Hohlkreuz entstehen kann.
Du kannst das durch minimales nach hinten schieben des Beckens, unter ständiger Kontrolle vor dem Spiegel, ausgleichen.

Lass dich bitte nicht täuschen, denn die so eingenommene Körperhaltung, wird sich anfangs ganz sicher ungewohnt verschoben anfühlen. Wenn Du immer wieder die Ausrichtung in den 3 Schritten, inklusive der Ausrichtung deiner "Mitte", durchführst, wird sich dein Körper allmählich auf diese bessere Ausrichtung einstellen und sie auch als natürlich akzeptieren lernen.

Diese gesamte Haltung heisst auch C-Shape, weil sie sich, vom Scheitel des Kopfes, über den Rücken und zwischen den Beinen nach vorne in den Beckenboden, wie ein C anfühlte. Es ist sozusagen unser Chi-Gefäss in dem wir unsere Energie aufbewahren.

Dies ist die Ausrichtung, die du grundsätzlich IMMER einnehmen sollst und auch während des Laufens in jeder Lage stabil halten musst. Sie ist die Basis, die entscheidend zum Erfolg oder Misserfolg der ChiRunning und ChiWalking Technik beiträgt. Die Qualität eines jeden Laufs ist daher zu 100% vom Gütegrad dieser Grundhaltung abhängig.
In dem Moment, in dem diese Grundhaltung schlampig wird, werden auch alle anderen Technikelemente so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass es ganz sicher nicht zu einem guten, entspannten Erlebnis während deinem Laufen oder Gehen kommen kann.

Ich empfehle deshalb immer, ganz besondere Aufmerksamkeit der Haltung zu geben, da durch sie, der wirklich effiziente Einsatz unserer Beine, erst möglich wird. Später werde ich euch noch erklären, warum die Beine eigentlich nicht ab den Hüftgelenken, sondern virtuell betrachtet, schon im unteren Rücken beginnen. Um die so verlängerten Beinhebel auch richtig energiesparend einzusetzen, benötigt ihr entspannte Beweglichkeit in der Hüfte, die wir in einem späteren Teil meines Blogs noch kennenlernen werden.

In der nächsten Folge meines Blogs werden werde ich euch über das richtige Lehnen berichten, das uns die Schwerkraft, als unterstützende Kraft zur Vorwärtsbewegung, erschliessen wird.

Bis bald, und viel Spass beim Laufen.




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ChiRunning für alle die es kennen lernen wollen (Teil 1).

Liebe Freunde und Besucher meiner Webseite,

Ab heute möchte ich Euch allen sehr gerne in mehreren Folgen, eine kleine Anleitung zur ChiRunning Technik an die Hand geben. Ich möchte vor allem die ansprechen, die mit dem Laufen gerade angefangen haben oder gesundheitliche Probleme nach Wettkämpfen haben und oft händeringend nach Lösungen dafür suchen.
Der Grund warum es mir besonders am Herzen liegt diese kleine Anleitungen anzubieten ist, dass es ausser dem Buch "ChiRunning. Die sanfte Revolution der Laufschule", einer sehr schönen, aber auch umfangreichen deutschen Übersetzung des Originals von Danny Dreyer, kaum kompaktes und damit leicht verdauliches Material zu dieser Thematik in deutscher Sprache gibt.

Lasst mich aber bitte vorweg, auch hier, die 3 Grundprinzipien der ChiRunning Technik noch einmal etwas genauer vorstellen. Sie sind meines Erachtens nach sehr wichtig, da das gesamte holistische Grundverständnis aller ChiRunning Technikelemente darauf basiert und deshalb ohne konsequente Anwendung dieser Prinzipen niemals richtig funktionieren kann. Nur eine feste Überzeugung und die Anwendung der daraus gewonnenen Erkenntnisse, werden die Qualitäten von ChiRunning zur vollen Entfaltung für jeden Übenden erbringen.

Betrachtungen aus dem Thai Chi bieten hier in fast allen Belangen ein perfektes Vorbild.

Erstes Prinzip:
Die Nadel in der Watte. "Needle in Cotton"

Wir besinnen und beziehen uns hier ganz auf unser inneres tragendes Gerüst, das hauptsächlich aus unserem Knochenskelett, den Sehen und Knorpel in den Gelenken besteht und stets eine fester Bezugsgrösse unseres Körpers darstellt.
Es trägt in seiner Funktion massgeblich zum Halt des Körpers bei und gibt uns, durch unser Körpergedächtnis erfahren, den inneren statischer Bezug zu unserm Körper. Ein wichtiger Punkt, mit dem sich diese Körperstruktur erfühlen lässt ist unsere Beckengrund oder etwas genereller, die Unterbauch Region. In ihr befindet sich bei den meisten Menschen der Schwerpunkt, der die Balance im aufrechten Gangs entscheidend hält und sie immer mit beeinflusst. Wir betrachten diesen Bereich, wie auch im Joga oder Pilates (Powerhouse) als unsere Kernregion (Core) oder die symbolische Nadel die es gilt stabil und stark zu machen, um den Köper auf einer immer stabilen Platform zu halten. Alles andere, Muskel und die gesamte Peripherie dient immer nur der Unterstützung oder dem Schutz (Watte) dieses Körperkerns, der sich entweder in Bewegung oder in Ruhe befindet.

Zweites Prinzip:
Aktives Nützen aller Kräfte. "Go with the flow"

Im Thai Chi, der alten Kampfkunst, wird ein Angriff fast nie durch einen direkten Gegenschlag abgewehrt, sondern immer die Energie des Angriffs von sich abgeleitet. Meist wird diese Energie aber durch geschicktes Verhalten aufgenommen, umgeleitet und somit effizient für eine eigene Angriffs- oder Verteidigungsaktion verwendet. Aus diesem Grund “kämpfen” auch wir niemals während des Laufens gegen die allgegenwärtige Schwerkraft und die auftretenden
Reaktionskräfte des Bodens an. Diese Reaktionskräfte des Bodens, sind dabei die Summe aller aktiven und passiven Kräften, die die Strasse beim Kontakt mit dem Läufer entgegenstellt (siehe unter (1)).
Anstatt bei jedem Schritt unseren Körper durch falsche Beinaktion oder dessen ungünstige Stellung bei der Landung abzubremsen, um dann zwangsläufig wieder durch aktives Abstossen (unnötige, eigene Muskelarbeit) weiter in Bewegung zu bleiben, kooperieren wir und lassen uns möglichst aktiv und damit effizient, von diesen äusseren Kräften in unserer Eigenbewegung unterstützen.

Drittes Prinzip:
Allmählicher, schrittweiser Fortschritt. "Gradual progress"

Wie jeder erfolgreiche Prozess in unserer Welt einen Anfang hat und allmählich mit angepasster Geschwindigkeit, Schritt für Schritt seinem Ziel zustrebt, beginnen wir ganz am Anfang, also immer da, wo wir uns mit unseren körperlichen Fähigkeiten im Augenblick befinden. Wir versuchen niemals einen vermeintlich unwichtigen Lernschritt zu überspringen, da wir uns damit selbst der unschätzbaren Erkenntnis aus diesem fehlenden Schritt berauben. Wie auch alles in der Natur in Ruhe wächst und gedeiht, lassen wir unser Körperbewusstsein aufmerksam wachsen, stets geduldig Schritt für Schritt. Diese langsame Vorgehensweise ist nötig, um die neue, manchmal sehr ungewohnte Haltung und alle Bewegungsabläufe intensive erleben zu lernen und gründlich einzuüben. Das formt und automatisiert nachhaltig unser eigenes, biomechanisches Unterbewusstsein. Die langsamen, fliessenden Bewegungen im modernen Thai Chi sind hier das Vorbild. Alles was durch ruhige und entspannte Übungen eingeprägt gelingt, gelingt letztendlich noch viel besser, wenn es später in viel schnellerem Tempo beim Laufen ausgeführt wird.


Die Besinnung auf diese 3 Prinzipien vermitteln die richtige Einstellung zur Umsetzung auf die Basisübungen, Haltung, Lehnen, Füsse anheben, Armpendel, Schrittweite und Gänge, die ich Euch im Laufe der nächsten Wochen gerne etwas näher vorstellen möchte.

All das gibt übrigens einen kleinen Vorgeschmack auf all die einmaligen Erfahrung, die Ihr in einem ChiRunning Workshop machen könnt.

Ich beginne heute mit der Haltung, dem vielleicht wichtigsten Kapitel im ChiRunning. In den nächsten 3 Folgen dieses Blogs werde ich Euch an Hand von ein paar einfachen praktischen Übungen zeigen, wie man das Gefühl für eine konstant gute Haltung bekommen kann, wie wir sie beim ChiRunning anstreben.


1. Richtig stehen lernen.

Wir stellen uns so entspannt wie möglich, barfuss hin und achten darauf, wie unsere Fusssolen den Boden berühren. Schliesst am besten dazu Eure Augen und erfühlt den Druck der Körperlast auf die Sohlen. Verlagert einwenig Euer Körpergewicht nach links und rechts oder vor und zurück und beobachtet dabei die automatische Reaktion Eurer Fuss- und Beinmuskulatur. Macht Euch diese Erfahrung voll bewusst. Versucht nun ganz langsam Euer Körpergewicht so gleichmässig auf beide Füsse zu verteilen, das diese muskulären Ausgleichsreaktionen zwangsläufig komplett verschwinden. Versucht am Ende des Ausrichten völlig entspannt dazustehen. Die Körpersäule sollte Euch dabei so tragen, dass Ihr komplett ausbalanciert und aufrecht auf Euren Beinen gehalten werdet. Fühlt die stabilisierende Wirkung Eurer Wirbelsäule und versucht den Schwerpunkt in Eurem Unterbauch als kleinen leuchtenden Ball zu visualisieren, der ganz ruhig, ohne hin und her zu rollen, im tiefsten Punkt ruht.

Nun stellt Eure Füsse parallel und hüftweit auseinander und versucht die selbe Übung in dieser Stellung. Erfühlt damit einen ganz neuen festen Stand.
Übt das in jeder Lebenslage, in der Ihr für längere Zeit ruhig steht. Ob im Supermarkt an der Kasse oder beim Warten auf Freunde an einem Treffpunkt, es wird Euch immer echte und vollkommene Entspannung beim Stehen vermitteln.

Beim nächsten Mal werden wir die Aufmerksamkeit auf die Haltung des Oberkörpers richten.

Bis bald, und viel Spass beim Laufen.

(1)
www.biomechanics.de
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Gesund statt krank durch Laufen!

Liebe Freunde des Laufsports,

Es ist eine Binsenweisheit, dass Laufen gesund ist, oder? Es gibt mindestens 10 gute Gründe die uns allen sofort einfallen:

- Stärkt Herz und Kreislauf
- Stärkt Knochen und Muskulatur
- Senkt den Blutdruck
- Stärkt das Immunsystem
- Hilft Fettzellen relativ gut abzubauen, vor allem bei Übergewichtigen
- Kann zu beliebiger Zeit und Dauer sowie fast an jedem Ort ausgeübt werden
- Braucht im Normalfall keinerlei Geräte oder spezielle Hilfsmittel zur Ausübung
- Entspannt und Erfrischt den Geist
- Hilft Stress abzubauen
- Hält biologisch jung

Man könnte die Liste bestimmt beliebig erweitern, ich möchte es aber im Moment dabei belassen.

Von den Nachteilen des Laufens, erfährt der geneigte Freizeitsportler meist schon nach nicht all zu langer Zeit der Ausübung, durch seinen Orthopäden.

Was war geschehen? Ist Laufen doch nicht so gesund, wie es immer heisst?

Keine Bange, es ist schlichtweg immer Gesund zu laufen und bringt natürlich auch all die oben genannten Vorzüge. Allein auf das wie kommt es an.

Unter wie, versteht man bitte was?

Na ganz einfach, kommt da zu 99% die spontane Antwort: “Gute Laufschuhe kaufen, Laufklamotten kaufen, alles anziehen, und loslaufen.”

Aber da beginnt eigentlich schon der Weg, der aus den verschiedensten Gründen zwangsläufig zum Orthopäden führt. Der, dann ganz sicher, einen kurzen aber heftigen Vortrag darüber hält, warum Laufen für den Menschen nicht gesund sein soll, und Wandern, Schwimmen oder Radfahren, bei gleicher gesundheitlicher Wirkung, viel schonender sei.

Nun ja, er hat ja sicherlich Recht, solange wir uns beim Laufen so verhalten, wie es eben jeder, der seit seinem 12 Lebensjahr kaum länger als 5 Minuten (bei entsprechender Eile zu Bus oder anderen öffentlichen Verkehrsmittel) gelaufen ist, verhält. Er läuft halt, ohne darüber nachzudenken.
Wieso auch oder wozu auch, bekommt man bei näherer Nachfrage zu hören.
Klar, für unseren Alltag ist das Laufen wirklich nicht mehr unbedingt nötig, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, es sei denn, man ist Sportler und lebt davon. Also rein ins Auto und schnell mal zum Einkaufen gebraust. Gehen ist da schon Luxus und kostet viel zu viel Zeit.

Was machen wir darum so alles falsch, wenn wir jetzt einfach versuchen loszulaufen, ohne uns wirklich mit dem Laufen vorher zu wirklich zu beschäftigen?

Ich habe da einige Ursachen gelistet, die aus einigen Beobachtungen und denen meiner Freunde und Bekannten, die selbst laufen, stammen:

- Kopf und damit Blick nach unten
- Hoch- und/oder nach vorne gezogene Schultern
- Falsche und verkrampfte Haltung des Oberköpers (Rundrücken oder Hohlkreuz)
- Gerade oder leicht nach hinten geneigte Haltung des gesamten Körpers
- Abgeknickte oder instabile Hüfte (Entenlauf)
- Durchgestreckte und verkrampfte Beine
- Nach oben oder nach unten angezogen Zehen
- Falsches Aufsetzen des Fußes mit der Ferse zuerst
- Betont starkes Ausschreiten nach vorne
- Kräftiges Abstossen bei jedem Schritt
- Grosse Schritte
- Viel zu langsame Schrittfolge (Frequenz)
etc..

Oha - Das ist ja eine ganze Menge! Da sollte sich vielleicht doch jeder einmal ehrlich hinterfragen, wie viele dieser Punkte den für ihn selbst zutreffen. Achtet einfach einmal beim Laufen darauf und ihr werdet sehr vieles davon an euch selbst entdecken. Kein Wunder also, wenn das ungesunde Auswirkungen, mit entsprechenden Verletzungen hat. Im besten Fall, wird das Laufen dann nur noch zu einer echten Plagerei und macht schon nach ein paar Mal gar keinen Spass mehr.

Ich möchte mich hier auf keinen Fall als ausgeschlossen betrachten, denn vor einigen Jahren, als ich selbst wieder zu laufen anfing, trafen mindestens 80% der Punkte bei mir voll ins Schwarze. Meine Kniebeschwerde (auf der Seite “Über mich” nachzulesen) waren eindeutig die Folge davon.

Getreu dem Spruch: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt...” kann man natürlich versuchen das alles langsam und stetig abzustellen. Ab ohne professionelle Hilfe, sozusagen nur als Autodidakt mit allen Infos aus dem Internet, war es auch mir nicht unmöglich zu schaffen. Es gibt tausende von Tips die manchmal hilfreich aber oft auch kontraproduktiv sein können. Selbst Experten streiten sich was nun alles richtig und was falsch sei und vergessen bei allen Diskussion dass die Antwort in unseren Genen zu finden ist.

Der Mensch war in der längsten Zeit seiner Entwicklung, also der Trennung von unseren vierbeinigen gemeinsamen Vorfahren an, darauf angewiesen die widrigen Umweltbedingungen für sein Überleben zu meistern. Aus einem reinen Waldbewohner, der die Hände gleichviel wie seine Beine zur relativ langsamen aber komplexen Fortbewegung nutzen musste, zu dem Savannen-Bewohner, der zur Beschaffung der Nahrung neben Verstand und gewissem Geschick, hauptsächlich seine Beine benötigte, war ein langer Weg. Aber die Nahrung, sprich tierisches Eiweiss, was nachweisslich zur Entwicklung unseres Gehirns benötigt wurde, war sehr schnell und wehrhaft. Welche Vorteile musste sich also der Mensch sozusagen genetisch erarbeiten? Ausdauer und entsprechende anatomische Vorraussetzungen natürlich.

Langer Rede kurzer Sinn, all das, was die menschliche Rasse in Jahrtausenden nun zum Überleben entwickelt hat, ist kaum in ein paar Jahrhunderten Zivilisation zurückzubilden, oder? Ein klares “Nein”. Was allerdings verloren gegangen ist, ist die Fähigkeit seinen Körper so zu koordinieren und zu fühlen, dass diese speziellen Läufereigenschaften, von jedem beliebig genutzt werden können.

Hier hilft und half auch mir die Methoden und Techniken des ChiRunning und ChiWalking. Ich erwähne ChiWalking bewusst mit, weil richtiges Laufen eigentlich richtiges Körperbewusstsein beim Gehen voraussetzt.

Ich erkläre und zeige in meinen Workshops deshalb immer den Übergang vom Gehen ins Laufen, um auch wirklich das Bewusstsein dafür zu schärfen.
Wenn ihr nun neugierig geworden seit, bestellt Euch doch einfach das deutsche Buch "ChiRunning, Die sanfte Revolution der Laufschule" auf meiner Seite oder bei Covadonga direkt.

Richtig abstellen könnt ihr alle negativen und damit krankmachenden Ursachen nach einem praktischen Workshop, bei dem exakt auf jeden einzelnen Punkt und mehr, der oben aufgeführten Liste, der entsprechende Fokus gelegt wird.

Denkt einwenig mehr und gründlicher an eure Gesundheit und gönnt euch den Vorteil eines professionellen Workshops. Macht euer Laufen nicht zum körperlichen Desaster sondern zum lebenslangem Genuss.

Euer ChiRunning und ChiWalking Coach
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München Marathon 2011 - Schmerz- und Verletzungsfrei laufen!

Liebe Läuferinnen und Läufer.

Auch in diesem Jahr findet, wie fast jedes Jahr, der München Marathon (
www.muenchenmarathon.de) am 9. Oktober statt. Heuer werden auch die beiden deutschen Meister Bernadette Pichelmayer und Dennis Pyka mit am Start sein.

Von heute weg, bleiben also noch einige Tage Zeit, sich wirklich richtig vorzubereiten, um diesen Marathon, vielleicht zum ersten Mal, mit richtig guter Technik zu laufen. Es sollte doch wirklich möglich sein, dort ein einzigartig positives, schmerzfreies Erlebnis mit Chirunning zu machen.

Wie? Ich gebe Euch allen die Gelegenheit durch
Workshops, die dafür nötigen Grundlagen zu erlernen. Darüber hinaus biete ich in meinen Workshops jedem Teilnehmer die Vorraussetzungen, seinen perfekt individuell angepassten Marathon Trainingsplan, zu erstellen.

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Das heisst ich verspreche euch nicht nur an der Ausdauer, Kraft und Koordination zu arbeiten, sondern die Bedeutung eurer eigenen Grenzen in der Leistungsfähigkeit richtig einschätzen, koordinieren und umsetzen zu lernen.

In vielen Trainingsmethoden bleibt dies leider immer unberücksichtigt, aber für mich ist neben der körperlichen Fitness und der sogenannten “Distanz-Härte”, auch die innere Einstellung und die Beobachtungsfähigkeit seiner physischen Fähigkeiten sehr wichtig. Eine wirklich echte, schonungslose Eigenbeurteilung seiner Möglichkeiten und die damit verbundene Notwendigkeit entsprechender Korrekturen bei der aktuellen zumutbaren Belastbarkeit im Training, bleibt dort sehr oft komplett auf der Strecke.

In einfachen Worten:
Was kann ich wirklich meinem Geist UND meinem Körper zumuten, ohne, völlig aus dem Gleichgewicht geraten, mich total und damit unverantwortlich zu überfordern.

Ich kenne die München Marathon Strecke aus eigener Lauferfahrung und laufe sie in diesem Jahr, nach längerer Pause, selbst wieder einmal mit. Dies ist auch ein Grund und Anlass, exakt die gleichen Bedingungen für mein eigenes Training anzuwenden, die ich jedem Teilnehmer meiner Chirunning Workshops vermitteln werde.

Alle bekommen quasi eine München Marathon “Exklusiv-Betreuung” inklusive einer kleinen Streckenkunde. Das gleiche gilt natürlich auch für alle, die vorhaben nur einen Teil, wie 10k, Staffel, Trachten- oder Halbmarathon zulaufen.

Ihr könnt alle dabei mithelfen die Nachricht weiterzugeben, dass mit der Chirunning Technik solche körperlich und geistig sehr fordernden Wettbewerbe, nicht zum einmaligen “make it or break it” Erlebnis eines Läufers werden.
Wer behauptet es sei völlig normal, am Tag nach einem Marathon physisch total erledigt und kaum noch “Bewegungs-fähig” zu sein, irrt. Den jeder der dies erlebt oder erlebt hat, hat mit Sicherheit sehr viel gegen seinen eigenen Körper gearbeitet und damit enorm viel falsch gemacht.

Die Chirunning Technik steht, nicht von ungefähr, seit nunmehr fast 10 Jahren der “Natural Running” Bewegung, als eine der führenden und damit ursprünglichsten Techniken, vorne mit an.

Für ein wirklich gutes Bild über den natürliche Ursprung der Technik und zugleich als ein Quell für eine riesige Portion Motivation zum Laufen, kann ich neben den Büchern von Danny Dryer, nur das sehr unterhaltsame und zugleich spannende Buch “Born to Run” von Christopher McDougall wärmstens empfehlen.

Es ist in Deutsch, im Blessing Verlag (ISBN 978-3-89667-366-4) erschienen und ist auch als original Hörbuch in English für den iPod/iPhone oder iPad im App-Store erhältlich.

Wie gesagt, ob jung, ob alt, ob erfahren oder Anfänger, ergreift die Gelegenheit, Ihr seit alle herzlichst zu meinen Chirunning Workshops eingeladen.

Euer Chirunning Trainer

PS. Was für den München Marathon gilt, gilt natürlich auch für all anderen Laufveranstaltung, egal welche Distanzen oder Schwierigkeitsgrade!

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